Utes Schafe und Alpakas


Neben Wollschweinen und Hühnern residieren auf der "Petersburg" von Ute und Ludger natürlich Faserlieferanten in allen Farbschattierungen.



Da wären etwa die wundervoll gehörnten Jakobsschafe, die langwolligen Spaelsau, silberschwarze Gotlandschafe und eine kleine Herde neugieriger Alpakas, angeführt von Balduin, dem weißen Hengst. Neben den Herdbucheigenschaften ihrer Tiere ist Ute - wie könnte es anders sein - die Faserqualität bei der Zucht sehr wichtig, schließlich sollen all die schönen Vliese, die am Anfang des Sommers vom Schaf geschoren werden, irgendwann auf einer Spule landen. Aber nun eine kleine Beschreibung der einzelnen Rassen:

Jakobsschafe: Der Bibel nach erbat sich Jakob aus Labans Herde alle gefleckten Tiere - die der pfiffige Züchter natürlich vorher selektiert und vermehrt hatte. Die Rasse der Jakobschafe ist also sehr alt. Typisch für die Tiere sind die imposanten Hörner (bis zu sechs). Sie sind resolut, robust und genügsam - und haben ein wunderbares Vlies mit schoko- bis erdbraunen Flecken von mittlerer Weichheit, das aus der Flocke ein herrliches meliertes Garn ergibt.

der schöne Dietrich

Spaelsau: Spaelsau ist eine alte nordische Schafrasse mit sehr langem, dünn auslaufendem Oberhaar und einer sehr feinen Unterwolle. Die Farben reichen von weiß über hell- bis milchkaffee- oder schokobraun bis grau und schwarz. Die aus Norwegen stammende Rasse ist hierzulande eine Rarität. Die Schafe selbst sind freundlich und eher leicht, was sich beim Scheren bewährt (mehr dazu demnächst im Blog). Ein echtes Highlight sind aber die Löckchen der Spaelsau-Lämmer. Sie lassen sich hervorragend für Art Yarn verwenden oder punktuell auffilzen.



Gotlandschafe: Hiervon hat Ute nur eine kleine Handvoll, um sie mit den anderen zu verkreuzen - vornehmlich mit Spaelsau. Die daraus resultierenden Mixschafe entwickeln sich hervorragend - und vor allen Dingen ergeben die beiden verschiedenen Faserarten ein grandioses Vlies: fluffig wie Gotland mit den feinen Spitzen der Spaelsau. Gotlandschafe kommen aus Schweden. Sie sind fruchtbar und robust, temperamentvoll und an raues Klima angepasst. Einen kleinen Nachteil hat das Gotlandvlies allerdings - es filzt sehr leicht, manchmal schon auf dem Schaf. Weswegen in besonders regenreichen Jahren das eine oder andere "vegetarische Schafffell" auf der Petersburg geschoren wird ;D.


Alpaka: Die Neuweltkameliden aus den Anden werden vornehmlich wegen der Faser gezüchtet. Utes und Ludgers kleine Herde umfasst neun Alpakas. Übrigens gab es dieses Jahr gleich zweimal Nachwuchs (mehr dazu im Blog). Sie sind ruhig und friedlich, weswegen sie sogar zu Therapiezwecken eingesetzt werden. Ute behauptet, dass man ihrem Charme völlig erliegt, sollte man ihnen zu lange in die großen Kulleraugen schauen. Ihre Faser kann alle möglichen Farbschattierungen aufweisen. Übrigens sind Alpakas keine Lamas - sie entstammen unterschiedlichen Gattungen gehören aber wie die Lamas zu der Familie der (Neuwelt) Kamele.



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