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Mittwoch, 7. Mai 2014

Und hier sind die Wollberge ;-) . . .




Dank unserer Besucherin Gudrun können wir euch noch ein paar Bilder vom Tag der offenen Werkstatt nachliefern. 
Zunächst einmal die Rohwolle verschiedener, von Ute gehaltener Schafrassen. Ist das nicht herrlich? Spaelsau-, Gotland und Jakobschaf sind die Lieferanten.


Passend dazu die Impressionen von der Fensterbank - traumhafte Löckchengarne, gesponnen von Ute.
Vielen Dank an Gudrun für die schönen Bilder!


Krapp-, Cochenillfärbungen

Sonntag, 13. April 2014

Wir sagen DANKE



... für ein Jahr voller Farben, Fasern und Freude. Vor einem Jahr sind wir in unsere Werkstatt eingezogen. Männer mit Schaltkreisen wichen Frauen mit Wollmeisen und einer gewissen Delle im Kopf, auf der unwiderbringlich die Sucht nach Wolligem eingebrannt ist. Und weil wir selbst manchmal kaum fassen können, was in diesem Jahr alles entstanden ist, wie viele nette Menschen wir offline wie online kennen lernen durften, wem wir alles eine Freude machen und wer uns Freude bringt, möchten wir uns auch ganz handfest bedanken, nämlich mit einer Verlosung:



 Zu gewinnen gibt es jeweils eine Spezialität unserer Werkstatt, nämlich diese beiden wunderbaren Stränge Rosy-Green-Vorlaufgarn, die Sabine mit der ihr eigenen Sorgfalt und Liebe mit kleinen, roten Cochelnille-Läusen gefärbt hat. Das Garn hat eine Lauflänge von 320 Metern pro 100 Gramm - es handelt sich um zwei Mal 100 Gramm der 16 Kilogramm GOTS-Merinofaser, die in der englischen Spinnerei von Rosy Green versponnen werden müssen, bevor das Woll-Label das Garn als "Bio" deklarieren darf. Eine wunderbar weiche Qualität...


Außerdem hat Ute für euch drei Vliese von der Spaelsau gekurbelt, deren subtiles Farbspiel leider auf den Fotos etwas verloren geht, im Original sind noch zarte Beige- und Ockertöne untermischt. Es sind 465 Gramm mit einer feinen Lockung. Die Faserspender laufen bei einer befreundeten Norsk-Spaelsau-Züchterin aus Schleswig-Holstein am Strand und auf dem Deich, haben dort stets frischen Wind um die Nase und ein wahrscheinlich wirklich glückliches Schafleben.


Und zu guter letzt gibt es einen hübschen Kammzug von mir zu gewinnen: 195 Gramm meiner absoluten Lieblingsmischung aus 60 Prozent Blue faced Leicester, 20 Prozent Tencel und 20 Prozent Milchseide, die ich mit Säurefarben gefärbt habe.



Und wenn ihr eines dieser Schätzchen bekommen wollt, müsst ihr einfach nur einen Kommentar zu diesem Post hinterlassen, und vergesst nicht euren (Nick-)Namen, falls ihr ohne Profil postet. Gezogen werden die Gewinner an unserem Tag der offenen Werkstatt am 1. Mai, von 11-18 Uhr, in unserer Werkstatt, Im Hundsbusch 11, 46562 Voerde. Natürlich seid ihr herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen - wir werden spinnen, weben und ein wenig färben, um interessierten Laien und wollverrückten Profis zu zeigen, was wir da eigentlich seit einem Jahr machen in unserer Stockumer Wollwerkstatt.

Liebe Grüße, Géraldine

Dienstag, 23. Juli 2013

Das Museums-Gartenfest am Voswinckelshof

Frau Lavendelblau fischt im Waideimer

Entgegen des sonstigen Trends (die Museumspädagogin hatte uns verraten, dass die Gartenfeste sonst immer gern mal völlig verregnet sind) verbrachten Ute und ich (phasenweise unterstützt von unseren Männern) einen heissen Tag im Museumsgarten, der nicht sooo weitläufig ist, wie es auf Ludgers Panoramabildern wirkt. Die Stimmung war sehr gut und, auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht, hatte ich eigentlich immer etwas zu erzählen, zu erklären und vorzuführen.



Fühlprobe gefällig?


Ute erfreute die Zuschauer, indem sie an aller Seelenruhe an einem Löckchengarn aus ihrer Spaelsaulammwolle sponn.

Besuch von der netten Standnachbarin

Utes Löckchengarn

Zwei Tage zuvor, am Freitag, wäre das nicht möglich gewesen. Beim Ritterfest in Voerde standen die Kinder Schlange, um die ersten Spinnversuche zu wagen.

Ute und Ludger sind seit Jahren beim Ritterfest präsent, immer auch mit einigen ihrer Schafe und Spinnrädern. Ich kam erst spät nachmittags dazu (bis dahin hatte Sabine N. Ute und Ludger tatkräftig unterstützt) und war nach 2 Stunden Spinnen mit Kindern (Ute und Ludger hatten 3 Henkies eingepackt, die pausenlos in Betrieb waren) fix und fertig ;-).


Donnerstag, 27. Juni 2013

Wir scheren, wir scheren


... und es nimmt kein Ende, denn das nasse Wetter ist uns dabei ziemlich im Wege. Für unseren Stand bei "Der Drache spinnt" mussten sich so einige Schafe nackig ausziehen und wir waren gerne behilflich. Oben seht ihr Marius, Sproß Nummer eins des Sprock-van de Locht-Clans, bei der Schur. Er war vor ein paar Jahren mit mir zusammen bei einem richtigen Scher-Lehrgang, um die professionelle Schafschur zu erlernen. Hierbei wird das Schaf zuerst auf den Hintern gesetzt und was dann folgt, ist ein regelrechter Tanz um die eigene Achse, bei dem das Schaf in einem Rutsch, an einem Stück und möglichst verletzungsfrei seiner Wolle entkleidet wird.


Nachdem Géraldine letztes Jahr das Scheren gelernt hat, haben wir auch dieses Jahr wieder eine Novizin: Die liebe Jirka ist nun mit von der Partie und hat, wie wir alle finden, richtig Talent (hallo Jirka :D). Während ich bei den ersten zwanzig Schafen immer wieder wie der Ochs' vorm Berg stand und mich fragte, wohin mit dem Schaf und der Wolle und der Schermaschine, hatte sie es richtig schnell drauf, wie sie die Beine setzen musste, das Schaf wenden und dabei noch Messer, Wolle und sich selbst im Griff behalten.

Ein prüfender Blick
Wenn es dann richtig gut läuft, dann ist das ganze ein einziger Fluss von Bewegungen. Man schwitzt, man klebt, überall fliegen Fusseln und Heuhalme rum und es fühlt sich richtig gut an. Nur blaue Flecke, die gibt es reichlich - erwähnte ich, dass Jakobsschafe Hörner haben ;D.... Und jetzt einfach nur noch ein paar Eindrücke:

Hinsetzen und erstmal locker machen...
Trocken-Rasur
Und jetzt das Haupthaar
Keine kleinen Kühe... Jakobsschafe "danach"
Auge in Auge mit dem Hütehund

Synchron-Scheren