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Sonntag, 13. April 2014

Wir sagen DANKE



... für ein Jahr voller Farben, Fasern und Freude. Vor einem Jahr sind wir in unsere Werkstatt eingezogen. Männer mit Schaltkreisen wichen Frauen mit Wollmeisen und einer gewissen Delle im Kopf, auf der unwiderbringlich die Sucht nach Wolligem eingebrannt ist. Und weil wir selbst manchmal kaum fassen können, was in diesem Jahr alles entstanden ist, wie viele nette Menschen wir offline wie online kennen lernen durften, wem wir alles eine Freude machen und wer uns Freude bringt, möchten wir uns auch ganz handfest bedanken, nämlich mit einer Verlosung:



 Zu gewinnen gibt es jeweils eine Spezialität unserer Werkstatt, nämlich diese beiden wunderbaren Stränge Rosy-Green-Vorlaufgarn, die Sabine mit der ihr eigenen Sorgfalt und Liebe mit kleinen, roten Cochelnille-Läusen gefärbt hat. Das Garn hat eine Lauflänge von 320 Metern pro 100 Gramm - es handelt sich um zwei Mal 100 Gramm der 16 Kilogramm GOTS-Merinofaser, die in der englischen Spinnerei von Rosy Green versponnen werden müssen, bevor das Woll-Label das Garn als "Bio" deklarieren darf. Eine wunderbar weiche Qualität...


Außerdem hat Ute für euch drei Vliese von der Spaelsau gekurbelt, deren subtiles Farbspiel leider auf den Fotos etwas verloren geht, im Original sind noch zarte Beige- und Ockertöne untermischt. Es sind 465 Gramm mit einer feinen Lockung. Die Faserspender laufen bei einer befreundeten Norsk-Spaelsau-Züchterin aus Schleswig-Holstein am Strand und auf dem Deich, haben dort stets frischen Wind um die Nase und ein wahrscheinlich wirklich glückliches Schafleben.


Und zu guter letzt gibt es einen hübschen Kammzug von mir zu gewinnen: 195 Gramm meiner absoluten Lieblingsmischung aus 60 Prozent Blue faced Leicester, 20 Prozent Tencel und 20 Prozent Milchseide, die ich mit Säurefarben gefärbt habe.



Und wenn ihr eines dieser Schätzchen bekommen wollt, müsst ihr einfach nur einen Kommentar zu diesem Post hinterlassen, und vergesst nicht euren (Nick-)Namen, falls ihr ohne Profil postet. Gezogen werden die Gewinner an unserem Tag der offenen Werkstatt am 1. Mai, von 11-18 Uhr, in unserer Werkstatt, Im Hundsbusch 11, 46562 Voerde. Natürlich seid ihr herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen - wir werden spinnen, weben und ein wenig färben, um interessierten Laien und wollverrückten Profis zu zeigen, was wir da eigentlich seit einem Jahr machen in unserer Stockumer Wollwerkstatt.

Liebe Grüße, Géraldine

Freitag, 22. November 2013

Ist das nicht süß?


Ist das nicht süß? Am Dienstag hatten wir unser Spinntreffen und ich bekam von unserer lieben Teilnehmerin Martina W. anlässlich der Geburt meines Enkelsohns  dieses süße Babysträußchen geschenkt. Ich habe mich darüber sehr gefreut, wie ihr euch denken könnt.

An diesem Spinnabend wurde dieses navajoverzwirnte Garn fertig. Ich habe den Abend mit Zwirnen verbracht. Das Singelgarn habe ich an den beiden Spinntreffen zuvor gesponnen. Mit so einem navajogezwirnten Garn ist frau schon einige Stunden beschäftigt, denn schließlich ist es im Grunde ein 3-fädiges Garn. Den Kammzug (Süddeutsche Merinowolle) hatte Géraldine gefärbt und ich hatte ihn vor fast einem Jahr gekauft. Sie konnte sich gar nicht mehr vorstellen, solche Farben gefärbt zu haben ;-)
Der Kammzug kam mit leuchtenden Türkis-, Rot- und Neongrünabschnitten sehr schrill daher und verwandelte sich schon während des Spinnens des Singles auf wundersame Weise. Jetzt leuchtet er auf eine etwas mobide Art, gefällt mir gut.
Trotz der Schwierigkeiten, die ich mal wieder mit der ruckelnden Lazy kate des Lendrums hatte, bin ich mit dem fertigen Garn sehr zufrieden.
Es hat eine Lauflänge von 121m auf 100g. Der Strang wiegt bei einer Lauflänge von 220m 182g.

Dieses Material kann ich mir sehr gut kombiniert mit naturbraunem Garn als Strickjacke oder so vorstellen. Vielleicht eine bunte Rundpasse wie bei Islandpullovern?
Vielleicht wandert es in den Shop, denn ich habe zur Zeit so viele Projekte auf den Nadeln, da komme ich gar nicht hinterher.


Montag, 11. November 2013

schön wars gestern, wir haben einen neuen Termin

Gestern fand wieder ein offenes Spinntreffen in unserer Werkstatt statt. Es war sehr schön, diesmal hatten wir sogar einen interessierten Mann dabei. Mal sehen, vielleicht verliert Ludger ja seinen Status als "Quotenmann"!

Wir haben einen Termin für das nächste Treffen vereinbart, es ist der 7.Dezember, diesmal ein Samstag abend. Wie bisher treffen wir uns ab 18:00Uhr in unserer Werkstatt.

 Es besteht auch die Möglichkeit, an diesem Abend unsere Wollvorbereitungsgeräte wie z.B.  Picker und Kardiermaschine zu benutzen. 

Ich freu mich drauf!

Dienstag, 29. Oktober 2013

Offener Spinnabend, neuer Termin

Am 10.11.2013 ab 18:00Uhr bis ca. 21:00Uhr ist unsere Werkstatt für interessierte SpinnerInnen, die zwar Grundkenntnisse haben, aber noch Unterstützung brauchen, geöffnet. Bitte meldet Euch vorher per Email an,
damit wir eine Idee haben, wie viele kommen. Solltet Ihr für diesen Abend ein Spinnrad von uns benötigen, bitte ich, dies ebenfalls vorher mitzuteilen. 

Samstag, 28. September 2013

Spinnen unter erschwerten Bedingungen


Unter sehr schwierigen Bedingungen, nämlich als Nebenfrau des "Der-dessen-Faden-so-gleichmäßig-ist-dass-die-Spinngemeinde-vor-Ehrfurcht-erstarrt", habe ich am Dienstagabend beim Spinntreffen begonnen einen watteweichen von Géraldine gefärbten Polwarth-Kammzug zu verspinnen. Ich kann euch sagen, das war eine Herausforderung ;-).
Das Ergebnis, komplett gesponnen an 3 aufeinanderfolgenden Abenden, kann sich trotzdem sehen lassen. 
Ich wunderte mich schon darüber, wie voll die Spule wurde, immerhin die große vom Plying head des Lendrums,  aber die Waage brachte an den Tag, dass der Strang 243g wiegt.
Das Garn war schon frisch gehaspelt wundervoll weich und drallarm. 

frisch von der Haspel genommen

Fertig gewaschen ist es ein Traum. Die Lauflänge liegt bei ca. 290m/100g. Da ich momentan so im Spinnfieber ist, wird es trotzdem in den Shop wandern, denn ich habe schon den nächsten Kammzug auf dem Kieker. Und da ich grade so Spaß an weichen Singlegarnen habe, wird es bestimmt auch wieder ein Single.


Mittwoch, 25. September 2013

Diese Bilder war ich noch schuldig:



Gestern hatten wir wieder unser nettes Spinntreffen, das alle zwei Wochen in unserer Werkstatt stattfindet. Mit dabei waren viele liebe Frauen, alle brachten kleine Köstlichkeiten mit und der Hahn im Korb, auch genannt "Der-mit-dem-Alpaka-schmust", "Lilu" oder lang "Der Liebe Ludger" bekam einen neuen Spitznamen, nämlich "Der-dessen-Faden-so-gleichmäßig-ist-dass-die-Spinngemeinde-vor-Ehrfurcht-erstarrt" :D. Ludger, Utes Mann ist unser einziger "Spinning Man" und eine echte Bereicherung für unser X-Chromosom-lastiges Ründchen. Liebe Männer, ran an die Räder!



Ute hat sich dann gestern auch noch an den Webstuhl gesetzt und weiter an unseren Geschirrtücher gewebt, die ich noch gar nicht gezeigt habe. Das erste ist schon fertig! Neun Meter Kette sind es ja insgesamt, es werden also, wenn ich richtig gerechnet habe, mindestens zehn Geschirrtücher werden. Und ich muss sagen, ich finde, sie sind ein echter Augenschmaus. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich in die Werkstatt komme, über die Farbenpracht und darüber, wie plastisch das kleine, simple Muster wirkt. Leider wirken die Farben hier blasser, als sie eigentlich sind, weil ich blitzen musste, es war so dunkel in unserer Webecke.


Genau wie die Kette wird der Schuss ganz nach Gutdünken, Intuition und Laune gestaltet, also ohne Zählen, nur ein Musterrapport muss schon voll sein. Ich finde es schön, wenn ich richtig "in den Tritt komme" und sich Arme, Beine und Hände fast ohne mein Zutun im Webstuhl bewegen. Ich kann mir gut vorstellen, warum es Therapiewebstühle gibt, auch wenn ich darüber (leider) wenig bis gar nichts weiß. Mich zieht es auf jeden Fall an den Webstuhl, wenn ich mich aus dem Takt geraten fühle.

Diese appetitlichen Jakobschaf-Batts hat Ute gekurbelt. Nachdem wir unsere bunte Kette abgewebt und noch drei Teppiche gewebt haben, wollen wir uns nämlich an eine/zwei Jakobschaf-Decken machen (demnächst, in vielen, vielen Lichtjahren...), har, har.




Und hier unser werkstättliches Herbstfenster... Liebe Grüße, Géraldine




Dienstag, 13. August 2013

Urlaubsträume...


Ich kann es gar nicht fassen, dass unser Urlaub bei den Sch'tis schon vorbei ist - zwei Wochen waren wir weg und nun hat der Alltag uns fast schon wieder eingeholt. Die Arbeit ruft, die Kinder gehen (wieder) in den Kindergarten. Aber es war schön und hat gut getan, die letzten Monate waren doch recht anstrengend und dicht bepackt. Ich hoffe, das wird jetzt besser.


Nun freue ich mich auf unser morgiges Spinntreffen - wir haben nun entschieden, dass wir uns alle zwei Wochen dienstags und mittwochs im Wechsel treffen, damit auch alle Damen, die uns ans Herz gewachsen sind in den letzten Jahren, teilnehmen können. Auch das eine oder andere neue Gesicht hat sich angemeldet und ich bin schon sehr gespannt. Als Ute, Sabine und ich uns vor nicht ganz einem Jahr getroffen haben, um dem Projekt "Wollwerkstatt" einen Inhalt zu geben, hätte ich nicht gedacht, dass das Ganze so dynamisch und bunt werden würde. Und uns spuken noch eine Menge Ideen im Kopf rum...
Aber doch noch mal zurück zu unserem Urlaub: Ich war natürlich nicht untätig und habe meinen Wollkorb mit ans Meer genommen. Was sich auf der Handspindel gesammelt hat, ist nicht der Rede wert, aber den hier möchte ich doch vorstellen:


Aus diesem Garn entstand ein Luscious Lace Scarf nach Knitting Pixie. Ich war auf der Suche nach einem einfachen Muster, das mich zwischen Kindergeschrei und Morgenkaffee nicht zu sehr in Anspruch nimmt und fand es ganz geeignet. Nach ein paar Mustersätzen konnte ich es auswendig - mindless knitting wie meist.


Hier seht ihr nochmal das Muster aus der Nähe, ich finde es ganz hübsch und die BFL-Seide-Mischung schmiegt sich wunderbar an den Hals.

Da nun auch unser zweites Kind in den Kindergarten geht, hoffe ich, demnächst etwas mehr Zeit zu haben und von unserem Webprojekt berichten zu können, das schon seit einigen Wochen schwelt. Ich sage nur, es wird buuunnnnt.... ;D

Donnerstag, 6. Juni 2013

Urige Rauhwollige Pommernwolle

frisch von der Haspel

Die letzten beiden Spinntreffen habe ich damit verbracht einen urigen Strang Wolle zu spinnen (wenn ich nicht grade am Buffet stand, das bei unseren Spinntreffen dank mitgebrachter Köstlichkeiten partyähnliche Ausmaße erreicht). Das Rohmaterial stammt von den Schafen meiner Schwägerin, der Landpommeranze ;-) (Mädsche, blogg doch mal wieder!). Genauergesagt von der Lammwolle ihrer Rauhwolligen Pommernschafe, von der ich beim Umräumen diverser Wollvorräte vom Wohnzimmer in die Werkstatt noch ein Tütchen entdeckt hatte. Ich  versponn das kardierte Vlies am Lendrum mit dem WooLee Winder, mit dem ich nun immer besser zurecht komme. Conni saß vorgestern neben mir und hat mir Tipps zum Verzwirnen gegeben. So habe ich es noch einmal gewagt, das Singlegarn zum Knäuel zu wickeln und nach der "Conni-Daumen-Methode" Anfangs- und Endfaden miteinander zu verzwirnen. Mein Daumen wurde etwas verlängert durch einen "Yarn Ball Core"  (so ein Papprohr wie im Küchenkrepp) und assistiert hat mir Sabine Nr. 1, 2 , 3 oder 4? (wir sind inflationär viele Sabinen beim Spinntreffen), die im Falle von Verwicklungen sofort beherzt eingegriffen hat ;-). Lustig war´s.
Jetzt habe ich 115 g Pommernwolle und überlege, was ich damit anstellen werde, denn Schmusewolle ist es nicht. Mir gefällt die Farbe der Wolle sehr - ein dunkles Braun mit Silber überlaufen.

aufgeplustert nach dem Waschen

Mittwoch, 24. April 2013

Das erste Spinntreffen in der Stockumer Wollwerkstatt . . .


. . . fand gestern abend statt. Erst wurde gegessen, getrunken und geplaudert  . . .



. . . und mit einbrechender Dämmerung dann auch gesponnen, kardiert und gehaspelt.




Utes tolle große Kardiermaschine von Pat Green

Die kleine Wild carder von Ashford und das alte Modell von Tom Walther