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Montag, 25. Mai 2015

Dies und das



Nicht, dass es hier nichts zu berichten gäbe - kleinere Sachen werden fertig, größere brauchen noch mehr Anlauf, allerdings ist weniger Wolliges dabei. Der Gemüsegarten wollte bestellt werden und unsere Bienen haben uns in den letzten Wochen mit ihrer Schwarmlust schwer beschäftigt.

Das hier ist ein kleines Kunstwerk, dass unsere Bienen gebaut haben - sie orientieren sich nämlich mitnichten beim Bauen an irgendwelchen doofen Holzstücken, die der Imker in ihre Wohnung hängt - sie bauen ihre wächsernen Waben viel lieber am Erdmagnetfeld entlang.

Durch die Nähmaschine gelaufen ist ein Stück Stoff, das ich bei unserem Ausflug ins Webmuseum De Weevstuuv gewebt habe. Passenderweise heißt das Muster "Honeycomb" ;D. Die beiden Kissen machen sich super auf unserer dunklen Couch:



In kleinen Schrittchen wird das "Saroyan" fertig, dass ich gerade stricke. Das Material ist Polwarth, einfach nur schmuseweich... Das Muster ist irrsinnig einfach und "mindless knitting" wie ich es liebe: 


Und wie versprochen ist hier die Spendenbescheinigung von der Kammzug-Aktion im vergangenen Dezember:


Sonntag, 11. Januar 2015

Die Ernte einfahren



... dauert manchmal länger. Schon an Weihnachten fertiggestellt, sofort gewaschen, geblockt und sofort geliebt habe ich dieses Jäckchen namens Harvest Moon. Sie ist einfach zu gemütlich und kommt mir im Schnitt sehr entgegen. Gestrickt wird zunächst die krausrechte Rundpasse, dann als Raglan von oben der Körper. Ärmel und Bündchen schließen mit einem I-Cord ab, die Passen der Taschen werden ganz am Schluss gestrickt und angenäht.


Das Material ist das Donegal Tweed von der Wollfactory, gestrickt habe ich es doppelt gefacht mit Nadelstärke 5. Es ist wirklich kuschelig, neigt aber am Anfang sehr zum Pillen, was sich hoffentlich nach und nach geben wird. Ich würde gerne direkt weiter durchstarten mit dem Stricken, aber mein Arm streikt nach wie vor und schmerzt auch in Ruhe, so dass ich wohl oder übel eine echte Strickpause einlegen muss. Und das an den längsten Tagen des Jahres...

Samstag, 15. Februar 2014

Maschen-Massaker


It's done - mein erster Tweed-Pulli ist fertig. Gestrickt habe ich ihn nach einer angepassten Brigitte-Anleitung. Das Original hat sowas wie Puff-Ärmelchen an den Handgelenken, was völlig doof aussah - außerdem stricke ich keine flachen Strickstücke, um sie zusammenzunähen, wenn ich in Runden stricken kann.

Nach einer ruppigen, heißen und sehr waschmittellastigen Wäsche hat das Teil echte Lieblings-Pulli-Qualitäten. Allerdings bin ich beim Umrechnen auf meine geringe Körpergröße dummerweise davon ausgegangen, dass meine Arme genau proportional zu meinem Oberkörper kürzer sind als "normale". Beim ersten Anprobieren passte das auch. Aber dann waren die Ärmel nach der Wäsche und einem Tag tragen deutlich zu kurz, sie reichten nur noch bis zu den Handgelenken, was ich sehr unangenehm finde, ich mag lange Ärmel zum Reinkuscheln. Und so nahm das Maschen-Massaker seinen Lauf...


 Da die Ärmel von unten nach oben gestrickt sind, kann ich sie nicht einfach verlängern. Also werde ich es jetzt nach dieser Anleitung versuchen, etwa 10 cm in Ellenbogenhöhe einzustricken und die losen Teile dann im Maschenstich wieder zu verbinden. Etwas schlecht war mir schon, als ich die Schere an meinen frisch fertiggestellten Pulli setzte - aber den Mutigen gehört die Welt ;D.

Den Donegal-Tweed habe ich übrigens nach einem heißen Tipp von Sabine in der Wollfactory gekauft und finde ihn wirklich wunderbar zu verstricken. Der nächste Pulli in Flieder ist schon in Arbeit - aber dieses Mal wird es dieser RVO von Beth Silverstein, frau lernt halt auch dazu.



Auch die grüne Kone hinten ist Donegal-Tweed. Ich habe mir das einfädige Garn zweifädig gewickelt und mit Nadelgröße 5  verstrickt, das passte sehr gut.

Dienstag, 4. Februar 2014

Winterfärbungen

braune Zwiebelschalen auf Sockenwolle

Im Winter bietet es sich an, mit getrockneten Färbedrogen (für Färbelaien: Droge meint in diesem Fall Pflanzenteile, die zum Färben genutzt werden können) zu färben. Ich sammele die Schale jeder Zwiebel, die ich in der Küche verarbeite und nun reichte die Menge mal wieder für die Färbung von 2 Wollsträngen. Bei den roten Zwiebelschalen habe ich bereits im letzten Jahr ein größeres Schalengeschenk einer netten Bloggerin, die in der Landwirtschaft tätig ist, erhalten.
Dann hatte meine Mitoma Petra für mich Blutpflaumenblätter gesammelt, die ich ebenfalls vor kurzem zum Färben nutzte. Heraus kamen sehr schöne Grün- und Rosttöne, die in  unserem Gemeinschaftsshop und bei lavendelblau zu finden sind.

Die Färbung mit braunen Zwiebelschalen auf Sockenwolle ähnelt den Dahlienfärbungen. Nebeneinandergelegt in natura fällt jedoch auf, dass die Zwiebelfärbungen einen deutlichen Rostton haben, das Dahlienorange ist fruchtiger, klarer. 

Und wer mal richtig "Boah!!!" ausrufen möchte, der sieht sich mal an, was ich hier mit freundlicher Genehmigung unserer Mitspinnerin Petra zeigen darf- ein Drachenfeuer der Exraklasse.
Petra hat sich dieses Tuch aus "Indian Summer II", einem meiner pflanzengefärbten Garnsets, gestrickt. Irre schön, oder? Wer draufklickt, kann sich das Foto größer ansehen.

Blutpflaumenblätter und rote Zwiebelschalen auf Sockenwolle

braune Zwiebelschalen auf Sockenwolle

Blutpflaumenblätter und rote Zwiebelschalen auf Sockenwolle

Blutpflaumenblätter auf Merinolacegarn




Petras "Drachenfeuer" in ganzer Pracht

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Take 13 - oder wie der Wollwahnsinn seinen Lauf nimmt



Sabines Pflanzenfarben machen mir immer wieder große Freude - auch, oder vielleicht gerade weil sie  meinem Beuteschema aus kühlen Winterfarben so sehr entgegengesetzt sind. Nun durfte ich mir im Tausch mit einem Kammzug 13 wundervolle Stränglein aus der "Take 5"-Reihe aussuchen. Was sie werden wollten, war ganz klar: türkische Socken, und zwar dieses Modell. Seit zwei Jahren schleiche ich um die Titelbild-Socken aus "Socken aus aller Welt" von Stephanie van der Linden herum und nun habe ich endlich angefangen. Da ich jeden Tag immer nur eine Handvoll Reihen stricke, machen mir auch meine Sehnenscheiden keine großen Probleme.


 Erst hatte ich Bedenken, dass die angeschlagenen 78 Maschen für meine schmalen Knöchel viel zu weit werden würden, was sich aber nicht bestätigt hat. In der Tat schmiegt sich die halbe Socke, die bis jetzt gediehen ist, schön an. Als Musterfarbe dient ungefärbte Zitron-Sockenwolle, die Farben (Walnussschalen, rote Zwiebelschalen, Dahlienblätter, Dahlien, Rainfarn) wechseln alle zwei Reihen, was eine ungeahnte Menge an zu vernähenden Fäden zur Folge hat. Dafür finde ich den Farbverlauf wirklich schön und natürlich.


Ich bin gespannt, wie es vorangeht, denn als Ferse wollte ich eine Herzchenferse stricken statt der eingestrickten, traditionellen Ferse. Ich habe mir einigermaßen ausgedacht, wie es funktionieren könnte, mal schauen wie es aufgeht.

Für alle, die sich auch an wunderbaren Einstrickmustern auf Socken nicht sattsehen können: Im Zuge meiner Fair-Isle-Recherchen habe ich Dennis aus Berlin im Netz gefunden und bin völlig fasziniert von den wunderbaren Socken, die er strickt:In seinem Blog Hasret Nakislari hat er sich auch die Mühe gemacht, verschiedene Fersenarten detailliert zu beschreiben.

Freitag, 29. November 2013

Bunte Socken und Strickpause



 Fertig geworden sind die Sohnemann-Socken Nummer 1 in Größe 29, die mit Stolz getragen werden. Dann hatte ich sofort die nächsten angeschlagen, diese Game of Thrones-Socken, die mir ganz spontan in der Bildersuche bei Ravelry aufgefallen waren. Gefärbt hatte ich sie mit dem inzwischen nicht mehr erhältlichen Rotholz.


 Es hat großen Spaß gemacht, sie zu stricken, in jeder 5. Reihe wird ein "Star stitch" gestrickt. Sie tragen sich wunderbar und ich habe zum ersten Mal eine anatomische Spitze gestrickt (nach Gutdünken), damit mir nicht immer die Abnahmemaschen der Bündchenspitze durchscheuern. Anscheinend habe ich ausgesprochen dicke Onkel ;D.


Jetzt ist erstmal eine Strickpause angesagt, denn mit den Socken habe ich mir eine schöne Sehnenscheidenreizung eingehandelt, was super ärgerlich ist, denn ich bin gerade richtig im Schwung und von meiner Kinder-Lintilla, an der ich seit Ewigkeiten stricke, fehlt nur noch ein kleines Stück Spitze. Stattdessen werde ich in den nächsten Tagen wieder färben und auch den Shop auffüllen.

Dienstag, 13. August 2013

Urlaubsträume...


Ich kann es gar nicht fassen, dass unser Urlaub bei den Sch'tis schon vorbei ist - zwei Wochen waren wir weg und nun hat der Alltag uns fast schon wieder eingeholt. Die Arbeit ruft, die Kinder gehen (wieder) in den Kindergarten. Aber es war schön und hat gut getan, die letzten Monate waren doch recht anstrengend und dicht bepackt. Ich hoffe, das wird jetzt besser.


Nun freue ich mich auf unser morgiges Spinntreffen - wir haben nun entschieden, dass wir uns alle zwei Wochen dienstags und mittwochs im Wechsel treffen, damit auch alle Damen, die uns ans Herz gewachsen sind in den letzten Jahren, teilnehmen können. Auch das eine oder andere neue Gesicht hat sich angemeldet und ich bin schon sehr gespannt. Als Ute, Sabine und ich uns vor nicht ganz einem Jahr getroffen haben, um dem Projekt "Wollwerkstatt" einen Inhalt zu geben, hätte ich nicht gedacht, dass das Ganze so dynamisch und bunt werden würde. Und uns spuken noch eine Menge Ideen im Kopf rum...
Aber doch noch mal zurück zu unserem Urlaub: Ich war natürlich nicht untätig und habe meinen Wollkorb mit ans Meer genommen. Was sich auf der Handspindel gesammelt hat, ist nicht der Rede wert, aber den hier möchte ich doch vorstellen:


Aus diesem Garn entstand ein Luscious Lace Scarf nach Knitting Pixie. Ich war auf der Suche nach einem einfachen Muster, das mich zwischen Kindergeschrei und Morgenkaffee nicht zu sehr in Anspruch nimmt und fand es ganz geeignet. Nach ein paar Mustersätzen konnte ich es auswendig - mindless knitting wie meist.


Hier seht ihr nochmal das Muster aus der Nähe, ich finde es ganz hübsch und die BFL-Seide-Mischung schmiegt sich wunderbar an den Hals.

Da nun auch unser zweites Kind in den Kindergarten geht, hoffe ich, demnächst etwas mehr Zeit zu haben und von unserem Webprojekt berichten zu können, das schon seit einigen Wochen schwelt. Ich sage nur, es wird buuunnnnt.... ;D

Samstag, 18. Mai 2013

Schöner schenken...



...ist, wenn man selbst große Freude an dem Geschenk hat. So ging es mir mit dieser Lintilla, die die beste Schwiegermutter der Welt zum Geburtstag bekommen hat. Ich fand die Anleitung von Martina sehr verständlich und das Stricken machte richtig viel Spaß. Dank 50 Prozent Seide kratzt das Tuch auch den empfindlichsten Hals nicht. Man beachte das Schalmodel im lässig-saloppen Anglerfisch-Shirt ;D.  Hier ist ein Gesamtbild:


Überhaupt habe ich im Moment große Lust, herumzuexperimentieren. So habe ich mir mein Exemplar von Jacey Boggs Buch "Spin Art" mal wieder zur Hand genommen und ein Corespun-Garn gesponnen. Ich bin ganz überrascht, was diese Art zu spinnen aus meinem einfachen BFL-Kammzug gemacht hat. Das Garn ist voluminös, weich und glänzend und es hat eine Haptik - ich möchte es den ganzen Tag nur in der Hand halten.


Es wird ein Gap-tastik Cowl im Seed-Stich, ganz einfaches Entspannungsstricken also. Ich finde, es sieht aus, als würde ich buntes Kabel verstricken. Die Maschen "bouncen" richtig. Ich bin sehr gespannt, wie der Schal aussehen wird, ich glaube, lange kann es nicht dauern...


Und dann waren da noch...ein paar Perlen und Rotholz-gefärbte Sockenwolle...


Montag, 6. Mai 2013

Das Maiglöckchenmuster - wann ist Lace lacig genug?


Ich bin zur Zeit immer wieder mal damit beschäftigt aktuell Grünendes und Blühendes zu sammeln, um damit zu färben.
Anfang der Sommerferien findet in Dinslaken das "Museums-Garten-Fest" statt und wir werden mit einem Stand vertreten sein.
Oft sind diese Frühlingsfarben sehr zart und unspektakulär.  Grade das kann aber eine Stärke sein, um wunderschönen Mustern den Vortritt zu lassen. Ich habe hier ein Singlelacegarn mit einer Lauflänge von 600m/ 100g im zweiten Farbzug mit Brennnesselkraut gefärbt und mit Nadelstärke 5,5 zu einem Probeläppchen verarbeitet. Gestrickt habe ich das "Reversed Lily of the Valley Pattern" aus dem wunderschönen Buch  "The Haapsalu Shawl".
Mir ist der Effekt noch nicht luftig genug. Die Originaltücher aus Estland werden mit Nadelstärke 3,5 und Garnen gestrickt, deren Lauflänge 1400m/ 100g beträgt. Das nächste Läppchen werde ich also mit 6 oder 6,5 stricken.
Zum Fühlen und Ansehen am Stand (und dafür ist es gedacht)  ist das Maiglöckchentüchlein aber schon sehr nett.




Donnerstag, 25. April 2013

Socken, grüßt mir die Sonne...

"Socks on a plane" heißt die Strickanleitung von Laura Linnemann, die ich mir für ein wundervolles Sockengarn ausgesucht hatte, das Christiane zu einem der letzten Spinntreffen dabei hatte. Wir tauschten Sockenwolle gegen Kammzug und ich bin auf jeden Fall sehr glücklich mit dem Tausch:


Angeschlagen habe ich 56 Maschen, weil 60 bei meinen Füßen immer nur frisch gewaschen passen. Danach weiten sie sich dermaßen, dass sie einfach nur noch schluffig aussehen. Außerdem bin ich beim italienischen Bündchen gelandet, weil es trotz des nervigen Anfangs einfach das schönste ist, finde ich. Die Spitze habe ich im Maschenstich geschlossen und hoffe, dass dadurch der Lochfraß, der sich immer in den letzten Abnahmemaschen bei mir bildet, eingedämmt wird.


Jetzt ist der Wollsockenwinter vorbei und ich kann in Ruhe überlegen, was ich sonst so stricken könnte. Mich reizt das Saroyan-Tuch, aber ich bin nicht sicher, ob das Garn, das ich mir dafür ausgesucht habe, damit schön aussehen könnte oder ob ich lieber etwas harmonischeres dafür nehme. Es sind 180 Gramm Corridale/Milchseide mit einer Lauflänge von 183m/100g. Eure Meinung ist hochwillkommen!