Montag, 25. November 2013
Einen wundervoll wolligen Tag...
... verlebten wir am vergangenen Samstag mit Claudia Wagner, alias Kima, der Artyarn-Künstlerin. Zehn Frauen hatten sich versammelt, um gemeinsam mal richtig wildes Garn zu spinnen, neue Wege zu gehen und es laufen zu lassen. Claudia hatte ein wunderbares Buffet für uns angerichtet: Kammzüge, Vliese aller Farben und Qualitäten, Federn, Perlen, Nylon, Leinen, Brasilia-Wolle, Konengarne... unsere Tische barsten vor Farbenpracht.
Jeder durfte sich eine Technik aussuchen, die ihm am meisten zusagte. Viele wagten sich an die ansprechenden Supercoils, Sabine kurbelte sich nach anfänglichem Widerstand ein herrliches Batt für ein Corespun zusammen und ich versuchte mich an einem schön bunten Coil-Garn, hier auf der Spule zu sehen:
Schnell verstand ich, warum Claudia Coils nicht gerade zum Einstieg in die Artyarn-Spinnerei empfiehlt: Es sind sooo viele Dinge zu beachten! Erstmal überhaupt schön drallige Regenwürmer hinzubekommen, gelang mir erst am Ende des Kammzuges. Und dann ging es erst richtig los: Anker setzen, Würmchen aufdrehen, zusammenschieben, nachlaufen lassen, wieder Anker setzen... So viele Bewegungsabläufe... Aber mir gefallen meine Würmchen und ich habe richtig Blut geleckt. Jetzt heißt es üben.
So wild wurde die liebe Ute im Verlauf des Kurses, aber das hatten wir ja schon immer geahnt ;D. Und das ist erst die unverzwirnte Variante.
Überhaupt ließen sich einige Damen von der Wild-Yarn-Lust anstecken und produzierten herrlich wilde Wollen, wie diese hier, die J. wirklich wundervoll gelungen ist:
Vielen Dank Claudia, für diesen wundervollen Tag! Und vielen Dank liebe Gästinnen für eure Herzlichkeit, eure Kreativität und eure Geduld ob unserer etwas zu kalten Werkstatt, weil unser Specksteinofen nicht gegen die neue Frostwelle ankam. Jede von euch hat den Tag mitgestaltet und geformt und uns bei der Entscheidung bestärkt, dass dies nicht der letzte Artyarn-Kurs von Claudia in der Stockumer Wollwerkstatt sein wird. Und das sind unsere gesammelten Werke:
Hier noch viele Impressionen von unserem Haus- und Hoffotografen, Spulen- und Spinnradsupport und Mann für alle Fälle:
Freitag, 22. November 2013
Ist das nicht süß?
Ist das nicht süß? Am Dienstag hatten wir unser Spinntreffen und ich bekam von unserer lieben Teilnehmerin Martina W. anlässlich der Geburt meines Enkelsohns dieses süße Babysträußchen geschenkt. Ich habe mich darüber sehr gefreut, wie ihr euch denken könnt.
An diesem Spinnabend wurde dieses navajoverzwirnte Garn fertig. Ich habe den Abend mit Zwirnen verbracht. Das Singelgarn habe ich an den beiden Spinntreffen zuvor gesponnen. Mit so einem navajogezwirnten Garn ist frau schon einige Stunden beschäftigt, denn schließlich ist es im Grunde ein 3-fädiges Garn. Den Kammzug (Süddeutsche Merinowolle) hatte Géraldine gefärbt und ich hatte ihn vor fast einem Jahr gekauft. Sie konnte sich gar nicht mehr vorstellen, solche Farben gefärbt zu haben ;-)
Der Kammzug kam mit leuchtenden Türkis-, Rot- und Neongrünabschnitten sehr schrill daher und verwandelte sich schon während des Spinnens des Singles auf wundersame Weise. Jetzt leuchtet er auf eine etwas mobide Art, gefällt mir gut.
Trotz der Schwierigkeiten, die ich mal wieder mit der ruckelnden Lazy kate des Lendrums hatte, bin ich mit dem fertigen Garn sehr zufrieden.
Es hat eine Lauflänge von 121m auf 100g. Der Strang wiegt bei einer Lauflänge von 220m 182g.
Dieses Material kann ich mir sehr gut kombiniert mit naturbraunem Garn als Strickjacke oder so vorstellen. Vielleicht eine bunte Rundpasse wie bei Islandpullovern?
Vielleicht wandert es in den Shop, denn ich habe zur Zeit so viele Projekte auf den Nadeln, da komme ich gar nicht hinterher.
Mittwoch, 20. November 2013
Oh wie schön...
... finde ich diese unsere selbst gewebten Geschirrtücher. Unser erstes "richtiges" Werk. Eines davon hängt nun an unserer Spülmaschine und strahlt mir entgegen.
Irgendwann im Juni habe ich diese Kette geschärt. Das Aufziehen brauchte seine Zeit und bis dann mal angewebt war, vergingen wieder einige der eher wenigen Werkstattstunden. Gestern habe ich mich dann getraut - die erste Hälfte wurde geleimt, abgeschnitten und mit nach Hause genommen.
Erst drehte das gute Stück dann einige Runden in der Waschmaschine (bei 60 Grad, schließlich sind es Geschirrtücher), wobei interessanterweise die gesamte Leimschicht wieder abging und das Gewebe ungesichert war. Gott sei dank ist aber nichts passiert - ich hätte gedacht, der Leim bindet wasserfest ab.
Hier habe ich das gleiche Garn wie beim Schuss genommen und per Zufallsprinzip und Lust und Laune die Farbe gewechselt. Mir gefallen diese am besten, aber auch das folgende Geschirrtuch hat seinen Reiz:
Bei diesem Stück ist der Schuss aus halbgebleichtem Cottolin. Das Weben ging vieeel schneller, allerdings ist auch das Gewebte deutlich robuster im Griff. Heute morgen von der Leine genommen, gebügelt, mit der Overlock-Nähmaschine gesichert, abgenäht und gefaltet. Zwei der Tücher werden verschenkt. Drückt mir mal die Daumen, dass es gefällt! Übrigens: hier gibt es die Patrone.
PS: Wer den Webfehler findet, darf ihn behalten ;D.
Samstag, 16. November 2013
Drei Meter, Mädels . . .
. . . und ohne Kinderarbeit geht gar nix. :-)
C. und ich haben die ersehnten, gestern angelieferten 3 Kubikmeter gestapelt. Jetzt haben wir ordentlich Holz vor der Hütte, äh, Werkstatt.
Beim nächsten Spinntreffen friert garantiert Keine(r).
Und jetzt habe ich mir eine warme Dusche verdient.
| es ist vollbracht :-) |
Freitag, 15. November 2013
Foto-Lovestory
"Ui, das wird aber ein Rasta" musste ich mir von rechts anhören, als ich dieses Garn gesponnen habe. Soll heißen: Sabine fand, dass ich zuviel Drall auf mein Träumchen aus BFL und Seacell gebe. Von der Meisterin der Single-Garne wollte ich natürlich nicht getadelt werden, also atmete ich ein, atmete aus, ließ die Faser laufen, entspannte - und hatte nachher einen wirklich, wirklich, wirklich weichen Single auf der Spule.
Allerdings hat auch Tiefenentspannung so ihreTücken und so filzte ich schließlich mehr Enden zusammen, als das ich zusammenhängende Fäden haspelte - das erste Garn rieß bestimmt fünf Mal ;D beim Haspeln und dann noch mal gefühlt ungezählte Male beim Aufwickeln. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass meine Art, neue Fasern anzuspinnen bei dem flutschigen Seacell nicht taugt. Bei der zweiten und dritten Spule hatte ich dann wieder mehr Drall. Es sind insgesamt 250 Gramm geworden, zum Lauflänge ausmessen war ich zu faul. So sah der Kammzug aus:
Und so das fertige Garn in Nahaufnahme:
Ich bin froh, dass ich mir diesen Seacell-Kammzug gebunkert habe, denn ich wusste sofort, was er einmal werden will, wenn er groß ist: ein Sonnentau. Diese kleinen Tentakel, das will ich auch mal machen. Ich hab ja sonst keine Strickvorhaben ;D...
Ansonsten sind Sohnemanns Flugzeug-Socken fertig geworden, und er hat sie noch vor dem ersten Waschen begeistert getragen. Die Kleine will nun auch gestrickte Socken, kann sich aber noch nicht entscheiden, welche Farben diese haben sollen - immer diese emanzipierten Kinder ;D
In der Zwischenzeit habe ich ein passendes Strickprojekt für meine seit Monaten andauernde Leidenschaft fürs Lesen eines gewissen Fantasy-Abenteuers gefunden: Seit dem Sommer bin ich dem "Song of Ice and Fire" völlig verfallen, manchen vielleicht besser bekannt durch die Serie "Game of Thrones". Da nicht nur ich so durcheinander bin, habe ich auf Ravelry tatsächlich eine Designerin gefunden, die passende Socken zu den verschiedenen Charakteren entworfen hat. Ich habe mir die Socken zu Danaerys Targaryen ausgesucht, der Sturmgeborenen, der Unverbrannten und Mutter der Drachen. Das Garn ist eine Rotholzfärbung auf Opal-Sockenwolle aus dem letzten Jahr.
Ja und dann... konnte ich dem Aufforderungscharakter von Sabines "Take five" nicht wiederstehen und habe direkt zehn genommen von diesen wunderschönen, liebevoll gehaspelten Strängchen pflanzengefärbter Wolle. Frau will türkisch stricken... Fortsetzung folgt.
Donnerstag, 14. November 2013
Lichterfest im Hoflädchen
Jeden Donnerstag öffnet von 15.00 bis 19.00 Uhr ein entzückendes kleines Hoflädchen für regionale Produkte seine Pforten.
Frau Zock und ihre Mitstreiterinnen bieten naturbelassene Säfte, Milch, Eier und immer auch liebevoll Selbstgemachtes an.
Auch ein Körbchen mit von mir pflanzengefärbter Wolle findet sich (meistens) dort.
Heute ist es besonders schön, denn es wird ein Lichterfest in der Scheune gefeiert.
Wer aus Voerde und Umgebung kommt, Lust und Zeit hat, findet das Lädchen auf der Frankfurter Straße Richtung Kraftwerk.
Frau Zock und ihre Mitstreiterinnen bieten naturbelassene Säfte, Milch, Eier und immer auch liebevoll Selbstgemachtes an.
Auch ein Körbchen mit von mir pflanzengefärbter Wolle findet sich (meistens) dort.
Heute ist es besonders schön, denn es wird ein Lichterfest in der Scheune gefeiert.
Wer aus Voerde und Umgebung kommt, Lust und Zeit hat, findet das Lädchen auf der Frankfurter Straße Richtung Kraftwerk.
Montag, 11. November 2013
schön wars gestern, wir haben einen neuen Termin
Gestern fand wieder ein offenes Spinntreffen in unserer Werkstatt statt. Es war sehr schön, diesmal hatten wir sogar einen interessierten Mann dabei. Mal sehen, vielleicht verliert Ludger ja seinen Status als "Quotenmann"!
Wir haben einen Termin für das nächste Treffen vereinbart, es ist der 7.Dezember, diesmal ein Samstag abend. Wie bisher treffen wir uns ab 18:00Uhr in unserer Werkstatt.
Es besteht auch die Möglichkeit, an diesem Abend unsere Wollvorbereitungsgeräte wie z.B. Picker und Kardiermaschine zu benutzen.
Ich freu mich drauf!
Wir haben einen Termin für das nächste Treffen vereinbart, es ist der 7.Dezember, diesmal ein Samstag abend. Wie bisher treffen wir uns ab 18:00Uhr in unserer Werkstatt.
Es besteht auch die Möglichkeit, an diesem Abend unsere Wollvorbereitungsgeräte wie z.B. Picker und Kardiermaschine zu benutzen.
Ich freu mich drauf!
Sonntag, 3. November 2013
Wir hatten Besuch...
... von der Rheinischen Post. Und hier ist das Ergebnis. Von hier aus vielen Dank Frau Krsak für ihre Aufmerksamkeit, und was das Spinnen angeht - ich glaube, Sie haben Talent, vielleicht machen Sie ja weiter :D.
Ansonsten geht es bei uns bunt weiter. Unser Anfänger-Spinntreffen ist gut angenommen worden und auch unser angestammtes ist so gefüllt mit lieben, herzlichen, unterhaltsamen und einfach netten Frauen, dass es jedes Mal eine Freude ist, wenn wir spätnachts nach dem Spinntreffen noch zusammensitzen und den Abend Revue passieren lassen.
Auch unsere Dawanda-Existenzen (Lavendelblau und Stockumer Wollwerkstatt) füllen sich nach und nach mit Leben und machen meistens Freude, selten auch mal nicht. Manches aber ist irgendwie schwierig geworden - drei Dienstpläne, Familien und Terminwünsche übereinanderzubekommen etwa, so dass es kommt, dass wir drei Spinnmädels manchmal mehr miteinander mailen als reden. Wo ist die Fee, die aus unseren Tagen welche mit 48 Stunden macht ;P.
Jetzt kommt der Winter und wir haben Holz bestellt, um unseren Specksteinofen zu befeuern. Die Abende werden schon wieder gemütlicher und länger und das große Kind hat sich selbst gestrickte Socken gewünscht. Soll es haben, einer ist schon fertig, der andere wird es wahrscheinlich innerhalb Wochenfrist.
Es ist eine kleinere Version meiner "Socks on a plane", und auch dieses Garn hatte Christiane mit Ostereierrestfarben verbuntet. Sabines Tochter-Socken haben mich aber dermaßen angemacht, dass ich wohl demnächst dringend ein paar Stränge für den Eigenbedarf in Farbe versenken muss.
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