Dienstag, 19. August 2014

Ich hab Spaaaß...



 ... an meiner neuen Geschirrtuchkette. Zunächst habe ich diese Meeresfarben bei Künzl bestellt, es ist das hauseigene Bio-Cottolin, also eine Mischung aus Baumwolle und Leinen. Die Bindung ist eine Waffelbindung auf vier Schäften und fünf Tritten, die ich aus dem Buch "Am Webstuhl mit vier Schäften" von Walter Kircher habe (ein tolles Buch, weil es das Wesentliche beim Weben anschaulich auf den Punkt bringt, leider nur noch antiquarisch zu bekommen). Und ich habe zum ersten Mal eine Kette mit mehr als zwei Fäden geschärt - mit einem Gatterkamm, was zugegebenermaßen ein ziemliches Gekrampfe war. Beim nächsten Mal also mit Lesebrettchen, aber es hat gereicht, um die Angst vor dem großen Fadengewusel zu verlieren.


 Da die letzten Geschirrtücher aus deutlich dünnerem Material waren, habe ich es sofort genossen, so "schnell" mit den Vorarbeiten - auf den Reedekamm sortieren, einziehen, anbinden, fertig zu sein. Wobei schnell ja ein sehr relativer Begriff beim Weben ist. Regelrecht rasant geht allerdings dann das eigentliche Weben, Ich habe jetzt erstmal ein Tuch in jeder Kettfarbe geschossen, eins mit entsprechenden Streifen und nun habe ich noch den einen oder anderen Meter Kette übrig. Ich habe noch einige volle Spulen Bio-Baumwolle, die könnte ich gefacht einschießen, oder das wunderbare Leinen aus Litauen von Lityarn - so viele Möglichkeiten...



Und hier das Webmuster für die, die es interessiert. Bilder von den neuen Geschirrtüchern habe ich noch nicht, denn die liegen in der Badewanne und entspannen sich. Das allererste macht hoffentlich einem lieben Menschen Freude, der es zum Geburtstag bekommen hat...

Liebe Grüße, Géraldine





Samstag, 16. August 2014

. . . und das ist aus der Rainfarnfärbung von vorgestern . . .


. . . geworden. Interessant ist mal wieder, wie unterschiedlich die verschiedenen Materialien den Farbstoff aufnahmen. Ich habe in zwei Farbzügen erst den Strang Merinolace in der Mitte und dann die Wolle/Seidemischung gefärbt. Das Seidenhäschen außen (Angora/Wolle/Seidemix von Claire) schwamm bei beiden Farbzügen mit. Der Grünstich auf den Gruppenbildern täuscht (ein Artefakt der googleschen automatischen Bildbearbeitung, auf den Originalbildern nicht vorhanden).


 Gut getroffen ist die Farbe auf diesem Bild. Es sind alles getreidige Farben - Stoppelfeld und Ähre.


Fast der gesamte Inhalt dieses Korbes wanderte in den Färbetopf. Lediglich die ganz harten braunen Stängel habe ich ausgemustert und auf den Kompost gegeben.


Donnerstag, 14. August 2014

Abendspaziergang


Ich habe einen kleinen Abendspaziergang unternommen und Rainfarn gesammelt, um damit Lacegarn zu färben. Es ist zwar schon dunkel, aber der Färbetopf auf der Terrasse ist in Betrieb. Gleich kann ich die Wolle entnehmen und hoffe auf einen schönen Gelbton für Petra :-).
Ebenfalls in den Topf gesprungen ist mal wieder eins von Claires Seidenhäschen.
Ich hoffe, dass das Wetter morgen besser wird, als der Wetterbericht verspricht, denn ich möchte noch weiter färben und manche Dämpfe kann ich in der Küche wirklich nicht brauchen.
So hoffe ich auf weitere Saisonfärbungen auf der Terrasse, denn die Dahlien blühen entfesselt, ebenso die Tagetes, die auf Garnen mit Seidenanteil besonders schön färben.
Im lavendelblau-shop findet ihr einige der neuen Färbungen. Und wenn das Wetter mitspielt, werden in den nächsten Tagen auch wieder Pflanzenfärbungen in unseren gemeinsamen Shop einziehen.


Freitag, 8. August 2014

Nich lang schnacken...



... frisch von der Waterkant und gut erholt, mag ich euch meine neuen Färbungen zeigen. Viele davon sind ab sofort in unserem gemeinsamen Shop zu finden. Viel Spaß beim Stöbern!






Montag, 4. August 2014

Hurra - Art Yarn Kurs mit Claudia!



Hallo ihr lieben Leser, Spinnerinnen, Wollverrückte... wir freuen uns sehr, im September ein besonderes "Schmankerl" in unsere Werkstatt einzuladen: Claudia Wagner alias Kima kommt aus Mönchen-Gladbach zu uns, packt einen ganzen Kleinwagen voller zauberhafter Wolle, Seide, Perlchen und allem, was man verspinnen kann und steht uns und euch zwei Tage lang für einen Art Yarn-Workshop zur Verfügung. Wir haben alle drei ja jetzt schon zwei Kurse bei ihr hinter uns und jedes Mal ist es ein Erlebnis, was man mit Fasern jenseits eines Singles oder Einfachzwirns so anstellen kann ;D




Da der Platz in unserer Werkstatt nicht klein, aber doch begrenzt ist, meldet euch bitte frühzeitig bei Claudia an, wenn ihr am 20./21. September zu uns kommen wollt, um gemeinschaftlich am Rad zu drehen und wilde Wolle zu spinnen. Wir freuen uns auf euch und auf Claudia und ein Wochenende, das mindestens genauso schön wird wie der Artyarn-Kurs im letzten Jahr.

Und hier schreibt Claudia alles, was ihr zu dem Kurs wissen müsst:

"Liebe Spinnerinnen,
herzlichen Dank für euer Interesse am Art Yarn!

Art Yarn Workshop, 20. und 21. September 2014 in Voerde am Niederrhein
Vom Faden zur Kunst und zurück......


So oder so ähnlich werden wir vorgehen, wenn wir mit einem großen und vielfältigen Woll-Buffet,
Fantasie und ein bisschen Übung der Kunst der Wilden Garne auf die Schliche kommen.
Jede Spinnerin/jeder Spinner spinnt ganz individuell ihre/seine (Art Yarn-) Fäden. Spielerisch werden z.B. (Super-) Coils, Bouclés,
Beehives, Schäfchengarne, Wild Yarns, Halos, Cocoons, eingearbeitete Fremdkörper, Dochtgarn oder Dick/Dünn-Garne erlernt.
Wenn ihr einen geraden Faden leicht spinnen könnt und jetzt mehr möchtet, dann seid ihr genau RICHTIG!
Für geübte Art Yarn Spinnerinnen, oder Spinner, die schon einen Kurs belegt haben, bringe ich die NEUEN GARNE mit.
Ihr könnt euch da auf etwas gefasst machen  (Diese Garne können von allen erlernt werden – sie sind nur Neu mit dabei)

Der Plan:
Jeder Kurstag steht für sich.
Ihr könnt wählen, ob ihr am Samstag, am Sonntag oder sogar am Samstag + Sonntag kommen möchtet.
Wir widmen uns jeden Tag sechs Stunden der Welt der etwas anderen Wolle. Jedes Garn ist und wird individuell – brav, wild, elegant,
lustig, glänzend, lockig -  um es anzuschauen, umzuhängen, zu verstricken oder zu verweben – mit der Welt der Wilden Garne
eröffnen sich unzählige neue Möglichkeiten.
Zwischendrin stärken wir uns ein wenig – und es ist wunderbar, wenn jede eine Kleinigkeit für das Essensbuffet mitbringt.

Was bringe ich euch mit?
- ein sehr umfangreiches und buntes Wollbuffet
- jede Menge kreativer Ideen und meine gesamte Spinnerfahrung
- Anna von Tom Walther, falls das eigene Einzugsloch nicht ausreicht
- mein Kardiergerät
- viele, viele Infos zum Thema Art Yarn, Art Yarn Batts kardieren und der Wilden Spinnerei
- Musterstränge aller erlernbaren Garne


Was brauchst du?
- dein Spinnrad mit der größten Einzugsöffnung
- so viele (leere) Spulen wie vorhanden, Lazy Kate, wenn vorhanden
- Vorfreude und die Begeisterung sich (wieder) auf neue Spinnwege einzulassen

Kurszeit:
- jeweils von 11 Uhr  - ca. 17:30 Uhr

Kursausgleich:
Der Kursausgleich beträgt je Kurstag 75 € inkl. aller Materialien.

Und nun?
Wenn du jetzt sagst: Ja! da will ich mit dabei sein – mache einfach folgendes:
Schreibe mir eine Mail, wann du dabei sein möchtest und melde dich an. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
Wenn du jetzt aufspringst und sagst: Ooooh da muss ich unbedingt dabei sein!!! ,
dann schreibe mir ebenfalls rasch eine Mail mit deiner *Willensbekundigung* und schon
bekommst du deinen Platz reserviert.
Sobald du dich angemeldet hast, gibt es von mir weitere Informationen (ein PDF mit noch einmal
allen wichtigen Infos für dich, Infos zur Überweisung etc.... )
Wenn du noch Fragen hast, mail mich an unter: mail@kimari.de oder rufe einfach an unter: 02161 5732820
Für weitere Infos und Bilder schaue einfach einmal rein unter: www.kimari.de
Ich freue mich über deine Nachricht und sende einen herzlichen und bunten Gruß
Claudia"

Samstag, 2. August 2014

Endlich . . . die Dahlien blühen


 . . . und verführen mich dazu, solche Schüsselchen zu füllen. Die Dahlie, deren Blüten ich für diese Färbung gesammelt habe, ist ein zuverlässiger Hellorangefärber. Ich bin beim Färben absolut prozessorientiert und es erfüllt mich jedes Mal mit großer Freude, zu sehen, wie die mit kochendem Wasser überbrühten Blüten augenblicklich ihre Farbe abgeben. Mit dieser Blütenmenge lässt sich ein 20g Strängchen färben!


Ich freue mich an der Vielfalt der Dahlienblüten, auch wenn nicht jede das begehrte Orange liefert.


Eine phantastische Färberin ist diese hellgelbe Dahlie, sie färbt ein unglaublich leuchtendes Orange.


Hier seht ihr die Farbe auf einem unbeschreiblich tollen Material. Es ist ein Seidenhäschen Lacegarn von Claire Metz. Wir haben uns beim Drachenfest getroffen und ein paar ihrer Häschengarne möchten in meine Farbtöpfe hüpfen ;-).
Ich freue mich. 


Die ersten beiden Dahlienfärbungen in diesem Jahr färbte ich auf  GOTS-zertifizierter Rosy Green Wool. Wunderschöne sanfte Kürbisfarben sind das Ergebnis.


Hier seht ihr einige Ministränge aus Sockenwolle, gefärbt mit Dahlienblüten, Wildpflaumenblättern und Stockrosenblüten.
Leider hat die Unterlage über die Blutpflaume in meinem Garten gesiegt und diese völlig überwachsen. Sie trägt zwar viele kleine Pflaumen, sprengt aber die Dimensionen des Gartens und muss weichen. Wie erwartet färben ihre Blätter Gelb. Zunächst sah das Gelb sehr klar und rein aus, ich ließ es aber über nacht im Topf und da kamen wohl noch andere Farbstoffe zum Zug, die dem Strang einen Grünstich gaben.



Tagetesblüten konnte ich auch reichlich ernten und damit einen Strang Wolle/Seide färben. Zunächst kam das Garn leuchtend orange aus dem Topf, trocknete dann aber curryfarben auf. Das ist charakteristisch für Tagetesfärbungen, dass die Farbe nachdunkelt, wenn sie trocken ist.

 

 

Montag, 28. Juli 2014

Wir hatten Besuch aus Chile


Die chilenische Webmeisterin Maria Teresa Curaqueo Loncón war mit ihrem Sohn Lientur Alcapan Curaqueo für vier Wochen auf Deutschlandreise und machte auch Station in unserer Werkstatt - eine begeisterte Frau, mit der wir sicherlich noch viel länger gefachsimpelt hätten über Wolle und Färben, Weben und Handwerk an sich, wenn der Zeitplan für ihren Besuch nicht so irre eng gewesen wäre. Der Besuch ist schon vier Wochen her, wir kommen allerdings erst jetzt dazu, darüber zu schreiben.

Maria ist auf Einladung des Netzwerks sevengardens nach Dinslaken gekommen, wo sie von unserer Spinntreff-Freundin Sigrun Kampen, die für das Thema brennt, beherbergt wurde, nur eine Station von vielen, wo sie Besuche, Vorträge, Diskussionen und Kurse in Deutschland abhielt. Maria Teresa Curaqueo Loncón setzt eine lange Webtradition in ihrer Familie fort. Begleitet wurde sie von Anna Piquardt, die Lateinamerikanistik studiert hat und ihre Magisterarbeit über die Webarbeiten der Mapuche, des Volkes Marias schrieb. Sie übersetzte bei Maria Teresas vierwöchigem Besuch in Deutschland und übersetzte auch in unserer Werkstatt gekonnt selbst die seltsamsten Fachausdrücke. Gefördert wurde die Reise durch Brot für die Welt und das Bistum Hildesheim.



Maria erzählte uns beeindruckend von der Lage in ihrem Land, fragte uns aber vor allem ganz viele Löcher in den Bauch. Vor allem mit Sabine tauschte sie Erfahrungen aus der Pflanzenfärberei aus, die integraler Bestandteil ihrer spirituell motivierten Webkunst ist.



Dass in Deutschland Webereien in den meisten Fällen nichts Sprituelles hat, sondern auch Gebrauchsgegenstände wie Geschirrtücher gewebt wurden, war für Maria eine Überraschung, sind doch die Webkünste der Mapuche viel tiefer inspiriert:

"Maria Teresa Curaqueo Loncón lebt in Padre Las Casas, rund 680 Kilometer südlich von Chiles Hauptstadt Santiago. Dort betreibt sie eine eigene Werkstatt, arbeitet im Mapuche-Kulturzentrum mit und unterrichtet die gleichnamige traditionelle Kunst des Webens. Es ist ihr Ziel, die alten Webtechniken und das Wissen der Mapuche zu erhalten und weiterzugeben. Sie gehört zu diesem indigenen Volk, das im Süden Chiles und Argentiniens lebt und örtlich bis heute diskriminiert wird. Die Textilkunst der Mapuche hatte eine tiefe Bedeutung, die mit der gewaltsamen Angliederung an Chile immer mehr verloren ging. Es wurde nicht nur ihre Sprache verboten, sondern auch das Weben beispielsweise von Kleidung für religiöse Feste. Die Mapuche, die sich Menschen der Erde nennen, haben ihre Kultur über Jahrtausende in die Textilkunst eingewoben, so etwa in die traditionellen Stirnbänder oder auch in Ponchos, die einst den Status ihres Trägers beschrieben. Dieses kollektive Gedächtnis möchte Maria Teresa Curaqueo Loncón mit ihren Forschungen rekonstruieren und bewahren, um es an die junge Generation weiterzugeben. Entgegen kommt ihr dabei, dass die Jugend ihres Volkes heute wieder sehr an der eigenen Sprache und am Erhalt von Kunst und Kultur der Mapuche interessiert ist.


Das Tragen der traditionellen Kleidung ist Ausdruck ihrer kulturellen Identität und auch ihres Stolzes. Die Weberinnen wurden früher wegen ihres Wissens und Könnens hochgeschätzt. Heute stärkt das Einkommen durch den Verkauf von Webarbeiten die ökonomische Situation der Frauen und ihrer gesamten Familie. Durch das Weben wird aber auch insbesondere ihre Identität als Mapuche gestärkt.

Das Leben von Maria Teresa Curaqueo Loncón, traditionelle Weberin und Designerin, ist von dem Kampf um die Anerkennung ihrer Kultur geprägt. Weben als Form des Widerstands. Webend macht sie die Vitalität der Kultur der Mapuche sichtbar. Vermittelt mit Leidenschaft das alte Wissen, das darin verborgen ist." (Sigrun Kampen)




Leider rief nach einer guten Stunde der Bürgermeister, so dass die drei überaus netten Menschen uns bald wieder verlassen mussten - ein Strang cochenillegefärbter Wolle von Sabine zog allerdings mit und wird vielleicht eingebracht in ein Webwerk der beeindruckenden Dame.

Hier noch Links zu dem Projekt Sevengardens, das Sigrun sehr am Herzen liegt (und an dem der von ihr geleitete Kindergarten teilnimmt) und Metropole machen: www.metropole-machen.org

Danke für den Besuch an Maria, Anna und Lientur und danke an Sigrun für die Vermittlung! 

Samstag, 12. Juli 2014

Löckchen und Kammzüge


Ich bin an eine Handvoll wunderschöne Teeswater-Locken gekommen. Sie haben eine Stapellänge von 30 Zentimetern und einen tollen Glanz. Natürlich habe ich sie bunt gemacht und auf den Hilshof mitgenommen. Da nicht alle verkauft wurden, werde ich sie nach und nach in den Dawanda-Shop einpflegen:


Und auch Kammzüge habe ich reichlich gefärbt und so einiges an "Stash" aufgebaut, was mich sehr freut, da Färben im Winter ein ziemlich aufwändiges Unterfangen ist. Die ersten sind ebenfalls im Dawanda-Shop gelandet - und direkt wieder ausgezogen :D. In den nächsten Tagen werde ich weitere einstellen, aber hier ein Vorgeschmack auf das Debüt:


Nachtrag: Ich bin fertig fürs Erste! Einiges steht nun auch in der "Sale"-Kategorie, also vielleicht besteht die Gelegenheit für ein Schnäppchen... Schönen Sonnag euch!






Sonntag, 6. Juli 2014

Nass, nasser, Drachenfest - Achtung vieeele Fotos



Wir haben länger nichts von uns hören lassen, was daran liegt, dass wir neben Kind, Kegel und Klient viel vorbereiten mussten für unser Wochenende auf dem wunderschönen Hilshof, auf dem der Drache nun schon das dritte Mal gesponnen hat. Leider hat sein feuriges Wesen die dicken Regenwolken nicht abhalten können, die sich zusammenbrauten. Nass, nasser, Drachenfest war die Devise und ich kann es nur der Magie dieses Hofes und seiner Menschen zuschreiben, dass auch nach anderthalb Tagen in der Nässe die Aussteller, Kursleiter und Besucher immer noch ein Lächeln auf dem Gesicht hatten.


Wir sind ja nun schon seit Anfang an dabei und seit dem ersten Fest ist die Auswahl immer bunter und vielfältiger geworden. So hielt nicht nur Claudia ihre begehrten Artyarn-Workshops, sondern Petra von Kuk zeigte, wie man Wolle mit Kämmen und Hackle bearbeitet. Wollemastricken weihte in die Geheimnisse der Fair-Isle-Stricktechnik ein und die lebenslustigen Wollschwestern der Karderij Wollust demonstrierten, wie man aus Schaflocken wunderbare Krägen filzt. Die ganze Zeit lief die rustikale motorisierte Kardiermaschine der Karderij, es wurde wieder nadelgebunden und indigogefärbt, man strickte und spann und webte an allen Ecken des Hilshofs und stärkte sich zwischendurch mit so wunderbaren Speisen wie Kuchen Caprese oder Dampfhafer an Wokgemüse.


Zwischendurch wehte uns dann im Starkregen fast das Zelt weg, beim Wiederaufbauen fiel uns ein ganzer Schwung Sabines filigraner Wolle in den Dreck. Liebe Sabine, du warst unglaublich tapfer! Es lebe der Wollwahnsinn, der uns ergriff. Also liebe Besucherinnen, wer uns eventuell etwas albern fand, hat uns in genau diesem Zustand angetroffen ;D.

Leider haben Sacha und Markus beschlossen, dass das Drachenfest erst wieder in zwei Jahren stattfinden wird, was unglaublich verständlich ist, bei der großen Menge an Energie und Zeit, die die beiden, ihre Familie und ihre Helfer investieren, um ein solches Fest auf die Beine zu stellen. Trotzdem sind wir sehr traurig, dass wir nächstes Jahr ohne auskommen müssen. An großes DANKE von uns an euch! Wir haben nicht nur Dinge verkauft, sondern auch ausnahmslos nette Menschen getroffen und so manche darunter, die man nur als Blogadresse kannte. Wie schön, wenn daraus eine echte Begegnung mit einem echten Menschen wird! Und nun Fotos von unserem unermüdlichen Helfer, Caterer, Motivator und Fotografen Ludger:

Aufhängen, abhängen, aufhängen, ab...

Ich hab Bock.

Wolle Ma Stricken?

Leckrigkeiten von Petra (Kuk)

Teambesprechung...

Petra beim Kämmkurs...

und gespannte Kursteilnehmerinnen

Auch Schafe wurden geschoren

Die unerschütterliche Hofherrin

Autotext beim Autotexten

Fell vom Jakobsschaf an Löckchen von der Spaelsau
Finde das Reh
Beim Betrachten der Beute