... sind wieder im Shop gelandet. Derzeit färbe ich schon in Vorfreude auf das wunderbare Wollfestival "Der Drache spinnt" auf dem Hilshof in Kerken-Winternam. Ich freue mich wahnsinnig auf dieses wollige Wochenende, bei dem wir nun das dritte Mal vertreten sein werden - und das zweite Mal als "Stockumer Wollwerkstatt". Ich freue mich auf die lieben Gastgeber, auf ein buntes und offenes Publikum, auf viele Spinnräder, auf Schafe, auf Kinder mittendrin und Kurse überall, auf Wolle, Gespräche, Gucken, Staunen ... Wer noch nicht da war, der sollte dringend sein Spinnrad einpacken und anreisen! Zu sagen, es lohnt sich, wäre wirklich untertrieben...
Mittwoch, 26. Februar 2014
Ein paar Handfärbungen...
... sind wieder im Shop gelandet. Derzeit färbe ich schon in Vorfreude auf das wunderbare Wollfestival "Der Drache spinnt" auf dem Hilshof in Kerken-Winternam. Ich freue mich wahnsinnig auf dieses wollige Wochenende, bei dem wir nun das dritte Mal vertreten sein werden - und das zweite Mal als "Stockumer Wollwerkstatt". Ich freue mich auf die lieben Gastgeber, auf ein buntes und offenes Publikum, auf viele Spinnräder, auf Schafe, auf Kinder mittendrin und Kurse überall, auf Wolle, Gespräche, Gucken, Staunen ... Wer noch nicht da war, der sollte dringend sein Spinnrad einpacken und anreisen! Zu sagen, es lohnt sich, wäre wirklich untertrieben...
Samstag, 22. Februar 2014
Frühjahrsfreuden:
Der hatte mich so still angefunkelt, dass er in meinem Spinnkorb gelandet statt im Shop wie seine Geschwisterchen ;D. Die Mischung aus BFL, Milchseide und Tencel glitt nur so durch die Finger und schon war eine große Spule auf dem Jumbo-Flyer meines Lendrums voll.
Die Lauflänge ist wahrscheinlich wieder eine meiner Standard-Lauflängen, meistens kommen so 120 - 130m/100g raus. Es ist weich und glatt, kühl und warm irgendwie und - yuhuu - kein einziges Mal gerissen, obwohl es ausgesprochen wenig Drall hat.
Liebe Grüße und euch auch schöne, gefüllte Frühjahrstage!
Samstag, 15. Februar 2014
Maschen-Massaker
It's done - mein erster Tweed-Pulli ist fertig. Gestrickt habe ich ihn nach einer angepassten Brigitte-Anleitung. Das Original hat sowas wie Puff-Ärmelchen an den Handgelenken, was völlig doof aussah - außerdem stricke ich keine flachen Strickstücke, um sie zusammenzunähen, wenn ich in Runden stricken kann.
Nach einer ruppigen, heißen und sehr waschmittellastigen Wäsche hat das Teil echte Lieblings-Pulli-Qualitäten. Allerdings bin ich beim Umrechnen auf meine geringe Körpergröße dummerweise davon ausgegangen, dass meine Arme genau proportional zu meinem Oberkörper kürzer sind als "normale". Beim ersten Anprobieren passte das auch. Aber dann waren die Ärmel nach der Wäsche und einem Tag tragen deutlich zu kurz, sie reichten nur noch bis zu den Handgelenken, was ich sehr unangenehm finde, ich mag lange Ärmel zum Reinkuscheln. Und so nahm das Maschen-Massaker seinen Lauf...
Da die Ärmel von unten nach oben gestrickt sind, kann ich sie nicht einfach verlängern. Also werde ich es jetzt nach dieser Anleitung versuchen, etwa 10 cm in Ellenbogenhöhe einzustricken und die losen Teile dann im Maschenstich wieder zu verbinden. Etwas schlecht war mir schon, als ich die Schere an meinen frisch fertiggestellten Pulli setzte - aber den Mutigen gehört die Welt ;D.
Den Donegal-Tweed habe ich übrigens nach einem heißen Tipp von Sabine in der Wollfactory gekauft und finde ihn wirklich wunderbar zu verstricken. Der nächste Pulli in Flieder ist schon in Arbeit - aber dieses Mal wird es dieser RVO von Beth Silverstein, frau lernt halt auch dazu.
Auch die grüne Kone hinten ist Donegal-Tweed. Ich habe mir das einfädige Garn zweifädig gewickelt und mit Nadelgröße 5 verstrickt, das passte sehr gut.
Montag, 10. Februar 2014
Frisches Wollbuffet
Nur kurz zwischen Suppe und Kartoffeln - unser Shop ist aktualisiert mit vielen buuunnnten Kammzügen. Viel Spaß beim Stöbern :D...
Dienstag, 4. Februar 2014
Winterfärbungen
| braune Zwiebelschalen auf Sockenwolle |
Im Winter bietet es sich an, mit getrockneten Färbedrogen (für Färbelaien: Droge meint in diesem Fall Pflanzenteile, die zum Färben genutzt werden können) zu färben. Ich sammele die Schale jeder Zwiebel, die ich in der Küche verarbeite und nun reichte die Menge mal wieder für die Färbung von 2 Wollsträngen. Bei den roten Zwiebelschalen habe ich bereits im letzten Jahr ein größeres Schalengeschenk einer netten Bloggerin, die in der Landwirtschaft tätig ist, erhalten.
Dann hatte meine Mitoma Petra für mich Blutpflaumenblätter gesammelt, die ich ebenfalls vor kurzem zum Färben nutzte. Heraus kamen sehr schöne Grün- und Rosttöne, die in unserem Gemeinschaftsshop und bei lavendelblau zu finden sind.
Die Färbung mit braunen Zwiebelschalen auf Sockenwolle ähnelt den Dahlienfärbungen. Nebeneinandergelegt in natura fällt jedoch auf, dass die Zwiebelfärbungen einen deutlichen Rostton haben, das Dahlienorange ist fruchtiger, klarer.
Und wer mal richtig "Boah!!!" ausrufen möchte, der sieht sich mal an, was ich hier mit freundlicher Genehmigung unserer Mitspinnerin Petra zeigen darf- ein Drachenfeuer der Exraklasse.
Petra hat sich dieses Tuch aus "Indian Summer II", einem meiner pflanzengefärbten Garnsets, gestrickt. Irre schön, oder? Wer draufklickt, kann sich das Foto größer ansehen.
| Blutpflaumenblätter und rote Zwiebelschalen auf Sockenwolle |
| braune Zwiebelschalen auf Sockenwolle |
| Blutpflaumenblätter und rote Zwiebelschalen auf Sockenwolle |
| Blutpflaumenblätter auf Merinolacegarn |
| Petras "Drachenfeuer" in ganzer Pracht |
Mittwoch, 29. Januar 2014
Jetzt fluppt es...
Unsere Geschirrtücher sind nun (endlich) abgewebt, Zeit für ein neues Webprojekt. Da meine sorgfältig geschärte Kette beim Färben mit Säurefarben unwiderbringlich über den Jordan gegangen ist, habe ich das Ganze dann nochmal gemacht und 7,5 Meter Bouretteseide geschärt. Gewebt werden sollen daraus drei Schals mit handgesponnenem Schuss.
Mit dem gigantischen Schärbaum ging das Schären richtig flüssig von der Hand und auch das Bäumen ging dank "Bestem Freund", einer congenialen Erfindung von Andreas Moeller, völlig stressfrei über die Bühne. Der Beste Freund ist eine Bäumhilfe, durch die die Kette gefädelt wird und die durch Reibung eine ausreichende Fadenspannung erzeugt. Ist die Kette fast komplett durchgerutscht, hilft eine am Ende angebrachte Kordel, auch für den Rest die Spannung zu halten - in meinem Fall war dann nur eine Border Collie-Hundeleine zur Hand, und danke lieber Luke, deine Leine hat hervorragende Dienste geleistet ;D.
Die Tritte haben Ute und ich dann wieder gemeinsam angebunden. Das Muster ist ein "Gänseauge" auf vier Schäften, hier die Webpatrone:
Hier und da reißt mal ein Kettfaden, aber da er aus zwei Fäden besteht, "schlichte" ich ihn einfach mit wasserlöslichem Leim an den anderen an. Die Ränder sind noch nicht so ganz sauber, das finde ich relativ schwierig mit handgesponnenem Garn, das mal dicker, mal dünner ist. Ein Meter ist schon gewebt, nächste Woche geht es weiter.
Sonntag, 26. Januar 2014
Leckere Wolle-Seidenmischung
| vorm Waschen |
Bei unserem letzten Spinntreffen am Dienstag in der Wollwerkstatt stellte sich mal wieder die Frage, was spinnen. Wenn man vor lauter Bäumen, in diesem speziellen Fall Kammzügen, den Wald nicht mehr sieht, hilft nur die intuitive Entscheidung ;-)
Ich griff nach einem von Géraldine gefärbten Kammzug aus südafrikanischer Merino und Tussahseide - Traumfasermischung. Babytauglich, bzw. Enkeltauglich sollte das Material sein. Plan war, einen drallarmen Navajo- bzw. besser Chainply zu spinnen. Drallarm, weil ich das schön finde und üben wollte. Klappte auch soweit ganz gut . . . wenn ich das genüßliche Zwirnen nicht auf nächtliche Stunden bei gleichzeitigem TV-Konsum verlegt hätte. So brachte mich Antonio Banderas mit seiner "Julia" Angelina wohl öfter aus dem Konzept und ich vergaß das Treten ;-).
| nach dem Waschen |
Mal schauen, wie ich die andere Hälfte des Kammzugs verspinne . . .
| 122 g Merino-Seide |
Freitag, 10. Januar 2014
Endlich wieder gefärbt
Nach anderthalb Monaten Färbepause, nach Weihnachten, Neujahr, vielen Diensten und einem turbulenten Kindergeburtstag melde ich mich mal wieder mit Kammzügen zurück. Jetzt hat es auch gereicht mit der Abstinenz - denn Färben macht mich definitiv glücklich. Mit dabei sind BFL/Tussahseide, diesmal in einer sehr dünnen, space-ähnlichen Version, die mir persönlich sehr gut gefällt. Baby-Alpaka gesellt sich zu Seide und pures BFL ist auch vertreten. Alles zusammen ist gerade gesammelt in unseren nun wieder gefüllteren Shop gewandert.
Hier kann man mal sehen, wie unterschiedlich die gleiche Farbe auf verschiedenen Materialien wirken kann - das oben ist ein BFL-Kammzug, darunter eine Alpaka-Seide-Mischung. Ich mag sie beide sehr.
Heute war dann nochmal Weihnachten. Ich durfte ein riesiges Paket voller Wolle entgegennehmen, genau genommen waren es ganze drei und der arme Postmann tat mir schon fast ein bisschen leid. Demnächst gibt es dann auch wieder Färbungen mit Seacell, Tencel und meiner heißgeliebten Milchseide.
Ich wünsche euch allen ein wundervolles, kreatives, farbenfrohes und wolliges Jahr 2014!
Samstag, 4. Januar 2014
Frohes neues Jahr!
Wir haben das neue Jahr mit einem "Neujahrsspinnen" in der Werkstatt begonnen! Das ist doch mal eine würdige Art, das Jahr zu begrüßen, oder?
Euch allen wünsche ich viele schöne Stunden am Spinnrad und bei allem, was man noch so mit Wolle veranstalten kann!
Meine ersten Wollereien in diesem Jahr sind diese beiden Stränge Neuseelandwolle, gefärbt von der lieben Géraldine und versponnen von mir, und rosige Batts mit einem Hauch Maulbeerseide, die zu einem Corespun verarbeitet werden wollen.
Die erste Spule Neuseelandwolle füllte sich beim Neujahrsspinnen, die zweite gestern. Unsere liebe Mitspinnerin Petra hatte beim Neujahrsspinnen ein sehr schönes, von ihr gesponnenes und mit Kidsilk haze verwirntes Garn dabei.
Das war soo schön, dass ich eigentlich vorhatte, meine Single auch mit Kidsilk zu verzwirnen, wozu mich Petra und Géraldine auch ausdrücklich ermutigten. Allerdings hätte ich die fertigen Single noch einmal durchs Rad laufen lassen müssen, um sie mit mehr Drall zu versehen (denn ich hatte ja mit der Intention Singlegarn zu spinnen wenig Drall reingegeben). Das hätte ich aber getan, großes Ehrenwort.
Leider fand ich mein farblich passendes Knäuel Kidsilk nicht (taucht garantiert wieder auf, wenn ich es ganz vergessen habe) und so blieben die Single Single.
Ich wünsche uns allen überwiegend rosige Zeiten!
Freitag, 27. Dezember 2013
Schärbaum in Seide
Ein verlockendes Angebot wartete vor ein paar Wochen bei der Hamburger Wollfabrik auf mich: Einfädige Tussah-/Bouretteseide auf der Kone. Das Material schien mir auf jeden Fall geeignet zum Weben - also habe ich direkt zwei Kilo bestellt, auf einen zweifädigen Faden umgespult. So ist das mit dem Wollwahnsinn - hat er einmal Besitz von einem ergriffen, lässt er sich nicht mehr aufhalten.
Meine Idee war, das Material als Kette für Schals zu nehmen und es selbst einzufärben. Der Schuss soll aus handgesponnnenem Garn sein, die erste Spule (BFL/Kid Mohair) habe ich heute abend gesponnen.
Als erstes musste ich nun erst einmal die Kette schären - es sind fünf Meter und 152 Fäden geworden. Ich möchte ein 60/10er-Blatt nehmen, das ergibt dann eine Schalbreite von 25 Zentimeter. Da ich dringend das Aufbäumen und vor allem Tritte anbinden üben will, wollte ich nicht schon wieder eine Riesenkette aufziehen. Vor allem möchte ich verschiedenen Köpervariationen ausprobieren. Das Schären klappte ganz gut, ich hoffe, die Fadenspannung ist einigermaßen vernünftig geworden und ich habe nicht zuviel gemurkst beim Kreuzen der Fäden. Die Kette ist auf jeden Fall gut gesichert und wartet nun im Wasserbad aufs morgige Färben mit violett-/lilafarbener Säurefarbe.
Hier sieht man gut die raue Struktur der Bouretteseide, die mir hoffentlich nicht einen Strich durch die Rechnung machen wird. Ich hoffe, sie hält die Belastung als Kettfaden aus. Hier nochmal ein Gesamtbild der Kette:
Euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2014!
Nachtrag: Die Seide ist beim Färben und Waschen total hart geworden :(. Man könnte Fleisch damit klopfen... Ich habe wohl gelesen, das die beim Gebrauch wieder weich wird, aber wie wir diesen Klumpen aufziehen sollen, ist mir schleierhaft.
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